Chronisch ambulante Peritonealdialyse - CAPD

Bei der chronisch ambulante Peritonealdialyse wird das Bauchfell als Filter verwendet, um die giftigen Stoffwechselprodukte aus dem Blut zu entfernen - diese Dialyseform wird deshalb auch als "Bauchfelldialyse" bezeichnet. Die Dialyselösung verbleibt in der Bauchhöhle, um die schädlichen Stoffe und überschüssige Flüssigkeit aufzunehmen, bis sie gegen eine frische Lösung ausgewechselt werden muss.

Für den Zugang zur Bauchhöhle wird ein kleiner, weicher Schlauch (Katheter) operativ eingesetzt, der einige Zentimeter aus dem Bauch herausragt. Über diesen Katheter werden die Dialysebeutel angeschlossen, um die alte Flüssigkeit gegen frische auszuwechseln. Die Flüssigkeit muss 4 x täglich ausgetauscht werden, was jeweils etwa 25 Minuten dauert. Der Vorgang kann manuell am Tag oder automatisch durch ein Gerät über Nacht vorgenommen werden. Der Beutelwechsel wird vom Patienten selbst unter hygienischen Bedingungen zu Hause o.a. durchgeführt. Somit ist die Peritonealdialyse ein Heimdialyseverfahren.

Neben der gleichmäßigeren und kontinuierlichen Entgiftung und Entwässerung des Körpers bei der Peritonealdialyse (überwiegend in Form der chronisch ambulanten Peritonealdialyse - CAPD) bietet sich der Vorteil einer geringeren Ernährungseinschränkung und der länger erhalten bleibenden Urinproduktion.

Der Einzelne hat ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit aber ebenso die Unabhängigkeit von klinischer Umgebung. Arztbesuche sind in der Regel einmal monatlich erforderlich. Dennoch sind jederzeit eine betreuende Schwester und ärztliche Betreuung im Hintergrund gewährleistet.

Im Nierenzentrum Berlin-Zehlendorf steht Ihnen ein kompetentes Team für diese Form der Dialyse zur Seite, welches auf eine langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet blicken kann.